Wohnmobil & Autark

Autark zu leben bedeutet sich mit möglichst vielen lebensnotwendigen Dingen selbst zu versorgen und sich den Systemzwängen zu entziehen. Wie für uns ist auch für viele andere diesen Komplettausstieg eine Nummer zu groß. Und doch lieben wir es unseren Urlaub in einem teilautark zu verbringen. Abgelegene Plätze und Orte weitab von der Zivilisation zu verbringen und das ohne ein ein Zeichen in der Natur zu hinterlassen.

Während es immer noch Wohnmobilisten gibt, die meinen das autarkes benehmen sich damit auszeichnet, sich hinter dem nächsten Baum zu entleeren, im nahegelegen See/Fluss zu baden und der Müll verteilt liegen zu lassen. Verstehe wir unter autark im Einklang mit der Natur mehrere Tage zu verbringen

Dazu setzten wir eine Trockentoilette ein, und nutzen Biologisch abbaubare Produkte. Muss einmal bei längerem stehen auch das Wasser abgelassen werden, wird es gefiltert.

Wasser

Wie kommen wir zu sauberem Wasser nicht nur für die Sanitäre Anlage und Küche sondern auch für den Verzehr.

Gewinnung

Mit den richtigen Produkten kann man viele Bakterien, Viren und Protozoen entfernen. Nicht zu vergessen sind die vielen menschlichen Verschmutzungen wie Öle, Seifen etc.

Neben dem richtigen Filter für das Kochen und Duschen wird das Wasser zum Trinken zusätzlich abgekocht.

Entsorgung

Da es Situationen gibt wo wir „wild“ aber kontrolliert in den Gulli entsorgen. Und nicht jeder Gulli an der Kanalisation angeschlossen ist. Verwenden wir für den Abwasch wie auch für unsere Hygienische Pflege Nur 100% Biologisch abbaubare Produkte. Am Besten man stellt die benötigten Produkte gleich selber her.

Toilette

Während der An-, bzw. Rück-reise setzten wir auf die eingebaute Chemische Toilette. Diese wird aber an der Letzt möglichen Abladestelle gelehrt. Dazu bereiten wir unsere Reise gut vor. Danach stelle wir auf unsere Trockentoilette um. Bei längeren Aufenthalte haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit den Kokosfaserziegel als Inhalt gemacht. Da dieses Produkt voll biologisch abbaubar und hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen ist, trägt es sehr zur Nachhaltigkeit bei. Natürlich wird dabei das WC-Papier in einem Separaten Eimer aufbewahrt und bei der Rückkehr mit dem Kehrricht entsorgt.

Gas

Die grösste Herausforderung liegt im Sparsamen Umgang mit dem Gas. Da unser Kühlschrank im durchschnitt 300g pro Tag benötigt, wären die beiden mitgeführten Gasflaschen nach 30-33 Tage leer. Da aber nicht nur gekühlt, sondern in kalte Nächte auch mit Gas geheizt wird. Reduziert sich die Lebensdauer der Gasflasche erheblich. Um die Lebensdauer der Gasflaschen optimal auszunutzen haben wir soweit wie möglich auf die Heizung verzichtet, und sind beim Kochen / Grillen, sofern möglich auf eine Feuerstelle ausgewichen.

Strom

Um unsere Stromversorgung sicherzustellen setzten wir anstelle eine zusätzliche Bordbatterie eine getrennte Powerstation 500Wh ein. Tagsüber wird sie über eine Solarzelle geladen, während der Fahrt über den Alternator. Mit dieser Powerstation wird hauptsächlich eine 60l Kühlbox in der Heckgarage oder neben dem Aufstieg betrieben. Da genügend Reserve vorhanden ist, werden damit auch die Smartphone, Videokamera und Fotoapparate damit geladen.

Zusammenfassung

Mit der oben beschrieben Ausrüstung, lag unser längster Autark Aufenthalt bei zwölf Tagen. Wäre uns langsam aber sicher nicht die Verpflegung und das Trinkwasser ausgegangen wären sicher noch ein paar Tage dazugekommen.